Wohin in Vorarlberg

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aktionstheater ensemble - lonely ballads EINS + ZWEI

Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

  • Mi 15. Sep, 20:00
  • Do 16. Sep, 20:00

Wo:

Spielboden, Rhombergs Fabrik - Färbergasse 15, Dornbirn Landkarte anzeigen

Altersbeschränkung:

Alle Altersklassen

Diptychon von Martin Gruber und aktionstheater ensemble. In Koproduktion mit Spielboden Dornbirn und Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz im Rahmen des internationalen Festivals Bregenzer Frühling. In Kooperation mit Werk X.

VVK: Dornbirn Tourismus, Tel. 05572 22188, www.events-vorarlberg.at; Ländleticket (Raiffeisenbanken, Sparkassen, www.laendleticket.at), Reservierung: Spielboden, Tel. 05572 21933 (nur während der Bürozeiten, www.spielboden.at (online spät. bis 2 Stunden vor Beginn möglich).
Konzept, Regie, Choreografie: Martin Gruber | Text: Martin Gruber, aktionstheater ensemble. Darstellerin und Musiker:innen „lonely ballads: EINS“: Isabella Jeschke, Thomas Kolle und Nadine Abado, Andreas Dauböck, Simon Gramberger, Kristian Musser, Joachim Rigler, Simon Scharinger

Die Pandemie hat auch die Mitglieder des aktionstheater ensemble auf sich selbst zurückgeworfen. Was am Ende bleibt, sind persönliche Bestandsaufnahmen. In einem sprachlichen und physischen Parforceritt werden Angst-Themen, seien sie nun privater oder gesellschaftspolitischer Natur, manisch durchdekliniert. Jedoch das Nachdenken über Femizide, drohende Umweltkatastrophen, Wiederanstieg von Antisemitismus oder die eigene soziale Abstiegsangst gerät zum narzisstischen Seelenstriptease. Umringt von Musiker:innen werden die Schauspieler:innen einzeln und nacheinander in die Mitte geworfen. Einsam sprechen sie davon, wie gut sie doch in ihren Singlewohnungen zurechtkommen. „Erst jetzt ist mir bewusst geworden, wie gut ich, trotz aller Wirrnisse, mit mir alleine klarkomme“, meint die eine. Sie feilt, wie alle anderen auch, an der Optimierung ihrer Solo-Karriere. Ein anderer, verlassen von seiner Partnerin und vorerst gescheitert an seinen profeministischen Idealen, arbeitet an einem funktionierenden Lebenskonzept & Jegliche Selbstbeteuerungen wollen aber nicht so recht gelingen.

Verzweifelt versuchen die Protagonist:innen in beiden Teilen des Diptychons von Martin Gruber und seinem preisgekrönten aktionstheater ensemble gegen die Melancholie der einsamen Balladen anzukämpfen. Die Sprache versagt. Was an Hoffnung bleibt, mag hinter den Balladen verborgen sein.

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