Der 23jährige Nino Mandl schlug als "Der Nino aus Wien" ähnlich alienhaft in der Wiener Musikszene auf, wie einst der junge Bob Dylan im New Yorker Greenwich Village. Der Hirschstettner greift seine Gitarre mit ähnlicher zärtlicher Zerstreutheit. Er formuliert Paradoxes, lächelt immer wieder versonnen in sich hinein. Die Menschen pilgern zu ihm, um sein Geheimnis zu erfahren. Wie können jemandem, der handwerklich weit von Perfektion entfernt ist, so schöne Melodien einfallen? Der FM4-Hit "Du Oasch" darf beim Saumarkt Konzert auch nicht fehlen. Am Ende herrscht ehrfurchtsvolles Staunen über Lieder, die zwischen illiteratem Ausbruch, formvollendeter Poesie und I-Ging-Rätselsprüchen pendeln.
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